Bericht in der DHZ

Die DeutscheHandwerksZeitung (DHZ) war bei uns zu Besuch und hat sich über Lastenräder informiert. Wir sind überzeugt, dass das Lastenrad ein Baustein im Mobilitäswandel ist und bieten unsere Lastenräder und Lastenanhänger gerne an interessierte Unternehmen und Kommunen für 1-2 Wochen zum kostenfreien Test an.

Hier geht es zum kompletten Bericht.

Flexibel und umweltfreundlich unterwegs

Oliver Claus ist überzeugt: In Zeiten des Diesel-Streits können Lasten-Fahrräder eine Ergänzung sein. Der Landesinnungsmeister der Zweiradmechaniker-Innung Hessen plädiert fürs Umdenken. Viele Familien haben sie längst für sich entdeckt: Fahrräder, an die vorne auf dem Rahmen eine Transportbox montiert ist. Solche Lastenräder, auch Cargo-Bikes genannt, sind im Stadtbild nicht mehr zu übersehen. Zwei Kinder haben darin gut Platz, manchmal auch mehr. Einkäufe lassen sich transportieren, auch schwere Getränkekisten. Wer damit im Stadtverkehr unterwegs ist, bleibt mobil. Und ist dazu noch umweltfreundlich unterwegs.

„Auch für uns Handwerker können Lastenräder eine Alternative zum Diesel-Fahrzeug sein“, ist Oliver Claus überzeugt. In Trebur betreibt er einen Zweirad-Betrieb. Schon von Berufs wegen ist er vom Fahrrad begeistert. Auch privat erledigt er das meiste mit dem Rad. „Man ist an der frischen Luft, bleibt gesund und tut etwas für die Umwelt“, sagt Claus. „Und wenn noch elektrische Unterstützung dazukommt, kann es süchtig machen.“

Lastenräder mit Elektro-Antrieb gibt es in unterschiedlichen Varianten: mit integrierten Boxen, mit Anhängern in allen Größen. Sie tragen problemlos Lasten bis 100 Kilo; Varianten mit drei Rädern schaffen bis zu 240 Kilo Zuladung. Dank Elektroantrieb ist die Last kaum zu spüren. „Es gibt für jeden Einsatzzweck das passende Rad“, betont Claus. „Und sie können problemlos den Kleintransporter für Handwerker ersetzen.“

Für den Radexperten liegen die Vorteile auf der Hand: weniger Platzverbrauch beim Parken, kaum Kosten für Wartung und Betrieb. Auch die Anschaffungskosten, die je nach Ausstattung variieren und bis in den fünfstelligen Bereich reichen können, seien immer noch günstiger als beim Kauf eines Autos. „Es passt nicht für jeden Betrieb“, sagt Claus, „aber man sollte es zumindest überdenken und selbst ausprobieren. Wenn die Infrastruktur stimmt, ist das kein Problem.“

Lasten-Pedelecs gibt es inzwischen in vielen Varianten: als Frontlader genauso wie mit hoch belastbarem Heckträger. Die Reichweite ist unterschiedlich. „Wie weit man mit einer Akkuladung kommt, hängt vor allem vom Gewicht der Zuladung ab“, so Claus. „Aber Strecken von 35 bis 100 Kilometer sind durchaus drin.“ Immer mehr Städte erkennen das Potenzial; einige von ihnen fördern die Anschaffung für gewerbliche Nutzer (siehe Box) und haben selbst Lastenräder für Mitarbeiter angeschafft. „Das Jobrad ist eine weitere tolle Möglichkeit Mitarbeiter zu motivieren“, ist Claus überzeugt. Mit dem Dienstfahrrad-Konzept beziehen Arbeitnehmer ihr Wunschrad über den Arbeitgeber, Steuervorteile inklusive.

„Autoindustrie und Politik sind in der Verantwortung“

Dass sich mit dem Lastenrad die Diesel-Problematik nicht lösen lässt, weiß Claus. „Da sind die Autoindustrie und die Politik in der Verantwortung“, betont er. Und dass nicht jeder Handwerksbetrieb auf Lastenräder umsatteln kann, ist dem Landesinnungsmeister ebenfalls klar. „Aber man kann überlegen, ob es in gewissen Einsatzbereichen passt“, sagt er. „Und dann haben Handwerker in Sachen Umwelt und Gesundheit die Nase vorn.“

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